Archiv für Juli 2008

Rock die Provinz – Naziaufmarsch in Greiz stoppen!

Keine Frage. Es besteht überall das gleiche Problem: Die Anzahl der Nazis nimmt stetig zu.
Wehrt Euch und nutzt jede Chance um gegen den braunen Mob auf die Straße zu gehen, seit dabei und verändert etwas. So oder ähnlich sollte jeden Tag ein Aufruf durch Deutschland gehen, nur wenn wir zusammen halten und arbeiten kann sich an der Situation etwas ändern.

So geschehen letztes Jahr in Greiz, da fanden sich einige junge Menschen zusammen um gegen das angekündigte „NPD-Familienfest“ etwas zu unternehmen. Man traf sich öfters und hatte innerhalb kurzer Zeit eine Demo auf die Beine gestellt und diese war dann auch noch recht erfolgreich. Es war das erste Mal in Greiz, dass es nicht von Parteien organisierten Widerstand gegen eine NPD Veranstaltung gab. Während unsere Demo lief, im wahrsten Sinne des Wortes, trafen sich Mitglieder verschiedener Parteien zu einem Friedensfest auf dem Greizer Markt das genauso schlecht besucht war wie das NPD Fest.

Die NPD lädt am 02.08.08 auch dieses Jahr wieder in Greiz zu einem “Heimatfest” ein. Unter dem Motto “Stimmen für die Freiheit” kann man sich von rechtsextremistischen Rednern und diversen Nazibands mit Menschenverachtenden Gedankengut besudeln lassen. So deklarieren sie dieses “Fest” jetzt schon als Großveranstaltung.

Auch dieses Mal gibt es wieder eine Gegendemo in Greiz unter dem Motto:

„Du bist nicht schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Du bist nur Schuld wenn sie so bleibt – Für mehr Engagement in Greiz und anderswo.“

Dieses Engagement wird auch gebraucht, denn in Greiz gibt es nur wenig Raum für eine alternative Jugendkultur, nur wenn Menschen individuell sein können, eine eigene Identität haben, folgen Sie nicht den braunen Rattenfängern.

Darum! Rockt die Provinz: 02.08.08, 14:00 Uhr, Greiz, Parkplatz am Arbeitsamt (ca. 200m vom Bahnhof entfernt)

Mehr Infos unter: afagreiz.blogsport.de

NPD-Großveranstaltung am 19. Juli in Gera

Auch dieses Jahr findet wieder in Gera eine NPD-Großveranstaltung unter dem Motto “Sozial geht nur National“ statt, welche die NPD in Zusammenarbeit mit den Freien Kräften organisiert.

Diese Großveranstaltung findet dieses Jahr zum 6. Mal in Folge statt und wird jedes Jahr aufs neue von der Stadt genehmigt. Somit können die Neonazis ungestört ihre Veranstaltung durch den Polizeitschutz feiern. Dies ist wohl auch einer der Gründe dafür, dass diese Veranstaltung einer immer größeren Beliebtheit innerhalb der rechten Szene gewinnt und jedes Jahr immer mehr Neonazis nach Gera kommen.

Die Veranstaltung durchlief schon verschiedene Namen im Laufe der Zeit. So hieß es Anfangs “Rock gegen Krieg“ und später “Rock für Deutschland“.

Bei dieser Veranstaltung sind jedes Jahr mehrere bekannte Redner der NPD, sowie Musikgruppen und Liedermacher der rechtsextremen Szene vertreten.

Zu den Redner zählen dieses Jahr die NPD-Größen:

● Holger Apfel
● Ralf Ollert
● Michael Schäfer
● Patrick Wieschke
● Michael Burkert

Weitere RednerInnen sollen wohl noch folgen.

Musikalisch wird die Veranstaltung unterstützt von den rechtsextremen Bands:

● HKL (Hauptkampflinie, eine der wohl bekanntesten und bedeutsamsten zur Zeit existierenden rechten Bands)
● Jungsturm
● Eugenik (aus Gera, Stammgäste auf der Veranstaltung)
● Breakdown
● White Resistance

Allein das Musikangebot wird wohl schon wieder ausreichend sein um unmengen an Rechtsextremen nach Gera zu holen.

Hinzu kommt, dass laut Informationen Lunikoff, der Sänger der ehemaligen Band Landser, als Ehrengast eingeladen wurde. Auch wenn Lunikoff ein Spielverbot hat, so würde alleine seine Anwesenheit wohl eine große Anzahl an Neonazis nach Gera locken.

Nachdem in den letzten Jahren leider auf Grund von mangelnder Informationsweitergabe und Mobilisierung kein großer Widerstand zu stande kam, gibt es dieses Jahr bis jetzt schon mehrere Flyer und eine Mobilisierungsseite um an der Demo gegen diese Veranstaltung aufzurufen.

Daher möchten wir euch alle bitten uns am 19. Juli bei der Demo zu unterstützen.

Startpunkt: Auf dem Museumsvorplatz, nähe Arcaden und Heinrichstr. (ca. 700m vom Bahnhof)

Startzeit: 13:00 Uhr

Demostart: 14:00 Uhr

Weitere Infos werden folgen.

An Gruppen aus der Umgebung, haltet ab der Nacht des 16. zum 17. und folgende Nächte rund um die Spielwiese die Augen offen! Bewegt euch am besten in Gruppen und seit kreativ!

Lasst uns den Neonazis dieses Jahr zeigen, dass wir nichts von ihrer menschenverachtenden Ideologie halten!

Kommt am 19.7. nach Gera und beteiligt euch an der Demo!


NPD Kreisverband Plauen/Vogtland feiert Einzug in den Kreistag

Am Samstag, den 05. Juli bedankt sich der NPD Kreisverband Plauen/Vogtland mit einem entsprechenden Neonazikonzert und rechtsextremer Prominenz bei den WählerInnen des Vogtlandes.Die drei bekannten Neonazis Patrik Pelger aus Weischlitz, Olaf Martin aus Mylau und Nicole Fortak (Kreisvorsitzende) aus Plauen werden am 28. August in den neuen Kreistag für die NPD einziehen. Eine Schlüsselrolle spielt hierbei Olaf Martin, der Ladenbesitzer des „Ragnarök“ in Mylau. Eben dieser erreicht alleine in der Gemeinde Mylau 8,5 %, was dem Durchschnitt von 3,6 % im Vogtland weit übersteigt. Im Rahmen einer „geschlossenenVeranstaltung“, zu der man nur mit Eintrittskarte eingelassen wird, sollen an einem geheimen Ort einerseits diverse NPD-Redner ihren Senf ablassen, andererseits sollen auch diverse Nazibands und –LiedermacherInnen auftreten. Das der Naziladen „Ragnarök“ für die musikalische Untermalung zuständig ist, ist nicht auszuschließen. Unter den Redner sind der NPD-Parteivorsitzende Udo Voigt und der sächsische Landtagsabgeordnete der NPD Fraktion Jürgen W. Gansel, die schon im Oktober 2007 bei einem Infostand in Plauen teilgenommen haben.Auch Andreas Storr (NPD-Landesvorstand Sachsen), Matthias Fischer (JN-Bayern),… dürfen zu Wort kommen.

Musikalisch wird unter anderem die rechtsextreme Liedermacherin Annett auftreten, die auch am 12.Oktober bei einer NPD-Veranstaltung in der bekannten Gaststätte Treffer in Plauen schon einmal auftrat. Die OI/Rac-Band Agitator die unter anderem auf dem Sampler „Tribute to Lunikoff 3″ sind. Der Liedermacher Olli (Mitglied bei der Band Agitator). Dieser wurde im Jahre 2006 im Rahmen einer Solidaritätsdemo für den inhaftierten Frontmann der Neonaziband „Landser“, Michael Regener, wegen Volksverhetzung festgenommen, weil er u. a. in einem Lied „Ich bin stolz, ein Nazi zu sein“ gegröhlt hatte.(Quelle.:TAZ) Auch die amtsbekannte Band Gegenschlag, die im Jahr 2003 eine CD mit dem Titel „Die deutsche Jugend schlägt zurück“ produziert hatte, wird auftreten. Die Band, die in jedem hessischen Verfassungsschutzbericht ab 2002 als eine der tonangebenden hessischen Skinheads-Bands aufgeführt wurde, war im Umfeld der „Kameradschaft Berserker Kirtorf“ entstanden. Ein erster „Gegenschlag“-Prozess wegen der volksverhetzenden Texte war vor dem Amtsgericht Alsfeld bereits Anfang Juni 2005 mit Geldstrafen für vier Bandmitglieder ausgegangen. Mit einer Auflage von 3.000 Exemplare war die CD über das Internet vertrieben worden; Vertriebspartner der Band und Produzent der CD war der Nazirock-Händler und jetziges NPD-Bundesvorstandsmitglied Thorsten Heise.Eine weitere Band soll unter dem Pseudonym „DWJ“ auftreten.

Nach Informationen soll auch der rechsextreme Sänger und Liedtexter von Landser, Lunikoff alias Michael Regener bei der Großveranstaltung eingeladen wurden sein. Er wurde 2001 wegen des Verdachtes der Bildung einer kriminellen Vereinigung verhaftet. Am 22. Februar 2003 wurde er zu 3 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt, durch die Verurteilung wurde er in der Neonaziszene zu einer Art Märtyrer.Regener versuchte zu Beginn des Jahres 2007 seine Haftentlassung auf Bewährung zu erwirken, da er bereits 2/3 der Strafe abgesessen hatte. Die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Berlin stimmte am 04. Januar 2007 einer vorzeitigen Haftentlassung und dem Aussetzen der Reststrafe zur Bewährung zu. Daraufhin ging die Bundesanwaltschaft vor dem Kammergericht Berlin in Berufung. Am 19. März 2007 hob das Kammergericht die Entscheidung des Landgerichts wieder auf. Seit dem 29. Februar 2008 befindet sich Regener wieder auf freiem Fuß. Was genau an diesem Informationen dran ist, wissen wir leider noch nicht aber Informationen zufolge soll er auch am 19.Juli bei der NPD-Großveranstaltung in Gera, unter dem Motto „sozial geht nur national“ als Ehrengast eingeladen wurden sein. Auch wenn Lunikoff ein Spielverbot hat, so würde alleine seine Anwesenheit wohl eine große Anzahl an Neonazis nach Gera locken.