Archiv für Juni 2014

21. Juni Aktionstag gegen die „Deutsche Stimme“ der NPD in Riesa

Wir wollen hier an einen Termin am nächsten Samstag erinnern

Neonaziaktivitäten in Reichenbach/Vogtland

Nachdem die FKV(Freien Kräfte Vogtland) im Januar diesen Jahres durch einen Rechercheartikel auf der Internetplattform „linksunten.indymedia“ geoutet und dieses durch regionale Zeitungsartikel veröffentlicht wurde, hat sich die erst im Dezember 2013 gegründete Kameradschaft nun anscheinend aufgelöst. Es ist seit mehreren Monaten keine Internetpräsenz mehr zu verzeichnen und auch auf Demonstrationen lassen sich die Mitglieder des „FKV“ nicht mehr blicken.
Vor ca. 2 Monaten tauchte eine neue Facebookseite namens „Abteilung 61“ auf. Die Mitglieder dieser Gruppe sind nahezu identisch mit denen der „FKV“ . Gründungsort ist die Stadt Reichenbach/Vogtland. Das erklärte Ziel der „A 61“ : „ Der Kampf um die eigene Stadt“. Sie rufen vor allem jugendliche Menschen auf, sich aktiv für ihre Heimat einzusetzen und nicht zu zusehen wie diese von Ausländern und Andersdenkenden „überflutet“ wird.

Wiederholt wurden Bilder mit Nazisymboliken und nationalen Inhalten gepostet – auffällig war, dass regelmäßige posts von Michel Telle und Philipp Kluge erschienen , jene die auch schon im FKV aktiv waren bzw. diese gegründet haben.
Seit ca. drei Wochen ist wahrscheinlich aufgrund einer Sperrung durch Facebook nicht mehr möglich auf die Facebookseite zu zugreifen . Es scheint, als ob sich die „Gründer“ dieser Seite aus Sicherheitsgründen in dem sozialen Netzwerk zurück gezogen haben, um Parallelen zu den Schmierereien und der „Abteilung 61“ zu vermeiden.
In letzter Zeit häufen sich in Reichenbach Vorfälle bei denen z.B. das jüdische Zentrum, Wände, Wahlplakate usw. mit Nazisymboliken beschmiert wurden.
Auch auf der Seite der „A 61“ wurde ein Foto gepostet, auf dem eine vermummte Person ein antifaschistisches Stencil übermalt und darunter den Schriftzug „NS jetzt“ schreibt.

Anfang Mai wurden wiederholt Aufstellplakate der Partei „DIE LINKE“ mit Hakenkreuzen, sowie dem dreizackigem Hakenkreuz (bekannt als Triskele), dem Schriftzug „Blood and Honour“ und anderen Nazizeichen beschmiert. Auffällig ist , dass auf einem Plakat die initialen der „A 61“ zu sehen waren.

In der Nacht zum 1. Mai wurden die Parolen „Nationaler Sozialismus jetzt“, „Jude raus“ , „Kriegstreiber Israel“, ein durchgestrichener Davidstern und eine Triskele an das jüdische Zentrum sowie an den nahegelegenem Skaterpark gesprayt. In der Nacht zum 1.6. kam es zu einer weiteren Aktion.
Eine Kirchenmauer in der Altstadt sowie eine Wand an der Burgstraße wurden mit mehreren teil´s 20 Meter langen Schriftzügen verunstaltet. Die Täter fordern unter anderem „Ehre und Heimatschutz“ – was nahezu identisch mit den Forderungen der „Abteilung 61“ ist. Weiterhin zu lesen sind Parolen wie ‚Werde aktiv‘, ‚Anti-Antifa‘, „Zuwanderung stoppen‘, ‚Anti-Zionismus‘, Blut & Ehre, ‚Nationaler Sozialismus jetzt‘, ‚Heimatschutz‘, „Abteilung 61“ oder Symbole wie die Triskele.

Bezeichnend ist, dass bekannte Reichenbacher Neonazis am Abend des 31.05. ein Neonazikonzert besuchten. Eventuell wurden sie dort durch menschenverachtende Texte dazu motiviert den Worten Taten folgen zu lassen.
Die letzte bekannte Aktion geschah in der Nacht zum 4.6. ,als ein ca. 20 Meter langer Schriftzug an eine Autobahnbrücke der A72 in Reichenbach angebracht wurde, unter anderem seien dort Hakenkreuze und wiederholt der Schriftzug „Abteilung 61“ zu sehen gewesen.

Bildquelle: AGV, „Freie Presse“